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Direkt am Comer See gelegen, ist das in seinen alten Stadtmauern romantische Como einen Ausflug wert. Como war über Jahrhunderte eine der bedeutendsten Seidenweberregionen der Welt.


Am südlichen Ende des östlichen Seitenarmes des Comer See liegt Lecco, dicht umgeben von Wasser und den Gebirgszügen des Grigna. Der Charakter der Kleinstadt ist durch das späte Mittelalter geprägt.
Mitte des 12. Jahrhunderts unterstütze Lecco Friederich Barbarossa im Kampf gegen Mailand. Immer wieder gerieten die Bewohner zwischen die Fronten. Erst mit dem Frieden von Lodi Mitte des 15. Jahrhunderts trat Ruhe ein, indem Lecco zu einer Grenzfestung zur Venezianischen Republik wurde.
In und um Lecco siedelte sich eine starke Eisenindustrie an, die durch das Vorhandensein von Eisenerz und Wasser als Energiequelle Mitte des 18. Jahrhunderts eine Blüte erlebte und bis heute im Gebiet um Lecco präsent ist. Wie im Gebiet um Como spielte auch in Lecco di Seidenindustrie eine Rolle, wovon das Seidenmuseum in Garlate erzählt.
Alessandro Manzoni, einer der bedeutendsten Schriftsteller Italiens (I Promessi Sposi) lebte in Lecco. Die Handlung des Romans spielt in Lecco und den Orten der Umgebung. Zeitzeugnisse findet man in der Villa Manzoni, wo er lebte, im Manzoni Museum sowie in mehreren Kirchen.
Dort, wo sich die beiden Seearme des Lago di Como und Lago di Lecco treffen, liegt Bellagio. Zu erreichen ist Bellagio auch per Schiff, wenn man ruhig über den See schippern will, ohne die kurvenreiche Straße über die Berge benutzen zu müssen.
Bellagio bildet zusammen mit Menaggio und Varenna die Seemitte. In diesem Bereich ist der See bis zu 410 m tief und damit der tiefste in Europa.
Bellagio ist die Perle des Comer Sees und beeindruckt durch seine Schönheit bereits seit Jahrhunderten die Elite, die dieses Gebiet zum Urlaubsgebiet auserkoren hat.
In den pittoresken Gassen und dem bezaubernden Hafen trifft man häufig auf Stars, die hier ihren Urlaub verbringen. Der Tourismus hat hier seine Tradition bewahrt mit luxuriösen Hotels und einladenden Cafes und Restaurants am Seeufer. In den eleganten Geschäften wird Designermode, wertvolle Seide der einheimischen Seideninstrie und Schmuck angeboten.
Die Malkunst hat in Bellagio ihre Spuren hinterlassen, in den malerischen Hinterhöfen trifft man auf kleine Künstlerateliers. Sehenswert in Bellagio sind das Castello Bellagio, Villa Melzi mit dem Museum und dem Park, Villa Serbelloni, die Basilika San Giacomo aus den Anfängen des 12. Jahrhunderts und die Kirche San Giovanni Battista.
Naturliebhaber können Ausflüge mit dem Boot vom Hafen von Bellagio aus unternehmen oder Wanderungen, die herrliche Ausblicke über den See freigeben.
Das Gebiet ist reich an Geschichte und Geschichten, die der interessierte Besucher in Villa Carlotta bei Tremezzo, einem Schmuckstück der "Tremezzina" entdecken kann.
Neben geschichtlichen Sammlungen bietet das Museum Säle mit berühmten Malereien und Skulpturen. Unbedingt sehenswert ist der Park der Villa Carlotta mit seinem Schauspiel an Pflanzen und Blüten.
Am Fuße des 1315 m hohen Monte San Defendente liegt Varenna idyllisch im abendlichen Sonnenschein.
Pittoresk sind die schmalen steilen Gassen mit kleinen Boutiquen und die Restaurants mit dem wunderbaren Seeblick über alle drei Arme des Comer Sees.
Angenehm sitzt man in einer der Bars oder Restaurants und genießt den Seeblick.
Villa Monastero mit wunderschönem Parkgelände
Villa Dei Cipressi - ist heute ein Hotel. Der Park kann besichtigt werden.
Kirche San Giorgio von 1313
Oratorium San Giovanni Battista und Oratorium Madonna delle Grazie
Ruinen des Castello di Vezio unterhalb der steilen Hänge des Monte Fopp (1033m), der durch die Reste des Castello di Vezio eine Krone erhält.
Interessant ist die kleine Häuseransammlung Fiumelatte ca. einen Kilomenter südlich von Varenna.
Der Name "Fiumelatte" (Milchfluss) ist der kürzeste Fluss Italiens mit nur 250 Metern von der Quelle bis zur Mündung und mit seinem milchigweißen sprudelnden Wasser. Der Fluss zeigt ein Phänomen, für das sich bereits Leonardo da Vinci interessierte und es im Codice Atlantico erwähnte: Der Fluss erscheint um den 25. März (Mariä Verkündigung) an der Oberfläche und bleibt etwas bis zum Tag Madonna del Rosario zu sehen (7. Oktober - Patronin von Varenna). So erhielt er seinen zweiten Namen: Fluss der Madonnen. Es wird vermutet, dass sich unter dem Grignone ein Wasserbecken befindet, das zeitweise überläuft und dadurch den Fluss formt.
Der Wanderweg Sentiero del Viandante von Abbadia Lariana über Varenna nach Colico am Ostufer des Comer Sees führt an Fiumelatte vorbei.
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Auf der Sonnenseite der schneebedeckten Alpengipfel beginnt der Süden. Hier, wo die Alpenvegetation an den großen und kleinen Seen auf mediterrane Palmen trifft, wo an sonnigen Weinhängen ein guter Tropfen reift, erreicht man das Ziel seiner Sehnsucht.
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